Fußball-Gruppenliga Wiesbaden: Früher Rückstand beim 0:3 in Niederhöchstadt Von Gerhard Strohmann
Für den FC Schloßborn ist die «englische Woche» nach zwei Siegen im Punktematch bei TuS Beuerbach (3:0) und im Kreispokal-Spiel bei SG Sossenheim (4:2) am gestrigen 6. Spieltag der Fußball-Gruppenliga Wiesbaden mit einem 0:3 bei TuRa Niederhöchstadt zu Ende gegangen.
Niederhöchstadt. Durch dieses 0:3 ist das Schloßborner Team von Trainer Sebastian Groß mit 6 Punkten und 10:18 Toren in der Tabelle auf Rang 15 abgerutscht und steht somit vor dem nächsten Heimspiel am kommenden Sonntag gegen Mesopotamien SC Wiesbaden auf einem Abstiegsplatz.
«Unser fehlerhaftes Zweikampfverhalten in der Anfangsphase rächte sich», hatte der FCS-Coach eine nachvollziehbare Erklärung parat, wieso das Spiel der Gäste eigentlich zu keinem Zeitpunkt der Begegnung ins Rollen kam.
Bereits nach vier Minuten lagen die Gastgeber auf der Sportanlage an der Georg-Büchner-Straße mit 1:0 vorn, nachdem ein Eckball verlängert worden war und Constantin Berger aus kurzer Distanz einnetzte. Nur acht Minuten später erhöhte TuRa-Neuzugang Paul Schuster auf 2:0, nachdem FCS-Youngster Kalli Mauer zunächst noch auf der eigenen Torlinie hatte klären können, dem Nachschuss aber ebenso machtlos gegenüberstand wie FCS-Schlussmann Yves Hertlein.
«Dieser frühe Rückstand hat meine Mannschaft sichtlich verunsichert», analysierte Groß, der im Anschluss an das 2:0 der Hausherren auf der Gegenseite aber auch Möglichkeiten von Aldin Hadzibulic und Wolfgang Mauer notierte.
Doch statt des 1:2 fiel wie aus heiterem Himmel das 3:0 (32.). Und das war «der Knackpunkt» der Partie. Aus einem Meter (!) Entfernung war Schloßborns Seiter der Ball an den angelegten Arm geschossen worden, doch Schiri Abdulkadir Ova entschied zum Entsetzen der Gäste auf Strafstoß. Den verwandelte Ghanem souverän.
«Trotz dieses deutlichen Rückstandes haben sich meine Jungs aber nicht hängen lassen, sondern sich sogar eine Feldüberlegenheit erarbeitet. Was aber sicherlich auch damit zu tun hatte, dass die TuRa angesichts des deutlichen Vorsprungs einen Gang zurückgeschaltet hat», so Groß. Zwei Chancen für Edgar Mantel sowie ein Tor von Wolfgang Mauer, das nach einem zuvor im «Toraus» befindlichen Eckball nicht gegeben worden war, waren die besten Möglichkeiten für den Gast.
Tore: 1:0 Berger (4.), 2:0 Schuster (12.), 3:0 Ghanem (43./HE).
FCS: Hertlein; Canterone (46. Losgar), Vermeer, Chami, K. Mauer, Mantel, Schmitt, Seiter, Lechmann (75. Niebling), W. Mauer, Hadzibulic (70. Lifka).
Quelle : Taunuszeitung - Artikel vom 29. August 2010, 23.41 Uhr (letzte Änderung 30. August 2010, 04.10 Uhr) |